- Das Reinigen von Kontaktlinsen mit Wasser ist nicht sicher, da Wasser nicht desinfiziert und Mikroorganismen enthalten kann.
- Spülmittel und Seife sind nicht für Kontaktlinsen geeignet und hinterlassen Rückstände, die das Auge reizen.
- Kontaktlinsenflüssigkeit ist ein Medizinprodukt mit einer geprüften Zusammensetzung und einer vorgeschriebenen Einwirkzeit.
- Das RIVM untersuchte im Rahmen der FUSACA-Studie Hornhautinfektionen bei Kontaktlinsenträgern und die Rolle, die Wasser dabei spielt.
- Ist die Kontaktlinsenflüssigkeit aufgebraucht, sollten Sie die Kontaktlinsen nicht tragen und stattdessen ein Ersatzpaar oder eine Brille verwenden.
Das Reinigen von Kontaktlinsen mit Wasser scheint harmlos, aber Wasser erfüllt genau nicht die Funktion, die eine Kontaktlinsenflüssigkeit erfüllt. Träger suchen hier meist kein Verbot, sondern einen Ausweg, weil die Flüssigkeit aufgebraucht ist. Deshalb gibt dieser Blog zunächst die klare Antwort und anschließend eine praktikable Alternative. Wir erklären, worin der Unterschied zwischen Wasser und Kontaktlinsenflüssigkeit besteht, benennen das Risiko sachlich anhand niederländischer und europäischer Quellen und geben einen Schritt-für-Schritt-Leitfaden für die sichere Reinigung. Der Ton bleibt ruhig: Das Risiko ist real, aber selten, und es geht darum, dass Sie als Fachkraft dem Kontaktlinsenträger die richtigen Gewohnheiten und die richtigen Worte mit auf den Weg geben. So können Sie am Schalter in wenigen Sätzen erklären, warum Wasser und Kontaktlinsen nicht zusammenpassen.
Kann man Kontaktlinsen mit Wasser reinigen?
Nein, das Reinigen von Kontaktlinsen mit Wasser ist nicht sicher. Leitungswasser ist zwar trinkbar, aber es ist nicht steril und wirkt nicht desinfizierend. Im Wasser können Mikroorganismen vorkommen, die sich an einer Kontaktlinse festsetzen und eine Infektion am Auge verursachen können. Verwenden Sie daher ausschließlich eine Kontaktlinsenflüssigkeit, die der Hersteller für diesen Linsentyp vorgesehen hat, und halten Sie die vorgeschriebene Tragedauer ein.
Dies gilt nicht nur für Leitungswasser, sondern auch für gefiltertes Wasser, Flaschenwasser und abgekochtes Wasser: Keines dieser Wasser ist für Kontaktlinsen geeignet oder desinfizierend. Auch das Abspülen ist ebenso riskant wie die Aufbewahrung, da selbst bei kurzem Kontakt Mikroorganismen auf der Linse zurückbleiben können. Das RIVM beschreibt die Rolle des Wassers in diesem Zusammenhang, und die Fachinformationen betonen die Verwendung ausschließlich dafür vorgesehener Flüssigkeiten.
Kann man Kontaktlinsen mit Spülmittel oder Seife reinigen?
Nein, Spülmittel und Seife sind nicht für Kontaktlinsen geeignet. Diese Produkte enthalten fettlösende Substanzen, die auf dem Linsenmaterial zurückbleiben. Diese Rückstände gelangen beim Einsetzen auf die Hornhaut und können das Auge reizen. Eine Linse, die mit Spülmittel oder Seife in Berührung gekommen ist, darfst du nicht mehr tragen. Reinige Linsen ausschließlich mit einem Linsenreiniger oder einer All-in-One-Lösung.
Handseife gehört zwar zum Händewaschen dazu, bevor man eine Kontaktlinse anfasst, aber trocknen Sie Ihre Hände anschließend mit einem fusselfreien Tuch ab, damit keine Seifenreste oder Feuchtigkeit an Ihren Fingern zurückbleiben, wenn Sie die Kontaktlinse in die Hand nehmen. Für die Reinigung selbst verwenden Sie ein Produkt aus dem Bereich der Kontaktlinsenpflege, das auf die Reinigung mit dafür vorgesehenen Mitteln abgestimmt ist. Die zulässige Anwendung jedes Reinigungsmittels ist in der Packungsbeilage angegeben.
Warum ist Kontaktlinsenflüssigkeit geeignet, Wasser aber nicht?
Kontaktlinsenflüssigkeit ist ein Medizinprodukt mit einer geprüften Zusammensetzung. Der Hersteller passt die Flüssigkeit an das Linsenmaterial, den Säuregrad und die Salzkonzentration der Tränenflüssigkeit an und prüft, wie lange die Flüssigkeit einwirken muss. Wasser weist keine dieser Eigenschaften auf: Es ist nicht auf die Linse abgestimmt, es desinfiziert nicht und es kann dazu führen, dass die Linse aufquillt oder sich verformt.
Zwei Begriffe helfen bei der Erklärung: „isotonisch“ bedeutet, dass die Salzkonzentration der Flüssigkeit derjenigen Ihrer Tränenflüssigkeit entspricht, sodass die Linse ihre Form behält, und „Einwirkzeit“ ist die Zeit, die die Flüssigkeit zur Desinfektion benötigt. Kontaktlinsenflüssigkeit ist ein Medizinprodukt, das einer Überwachung unterliegt. Welche Arten es gibt, erfährst du im Blogbeitrag „Was ist Kontaktlinsenflüssigkeit?“.
Was ist über Hornhautinfektionen bei Kontaktlinsenträgern bekannt?
Das RIVM untersuchte im Rahmen der FUSACA-Studie Hornhautinfektionen bei Kontaktlinsenträgern in den Niederlanden. Acanthamoeba ist ein im Wasser vorkommender Einzeller, der eine schwer zu behandelnde Hornhautentzündung verursachen kann. Der Kontakt zwischen Kontaktlinsen und Wasser ist einer der Faktoren, die in diesem Zusammenhang genannt werden. Daher ist die Anweisung, Kontaktlinsen und Wasser voneinander zu trennen, Teil der regulären Beratung zum Umgang mit Kontaktlinsen.
Die RIVM-Studie und die Informationen des Oogfonds zur Acanthamoeba-Keratitis beschreiben den Erreger und das Krankheitsbild. Die Erkrankung ist selten, doch die Folgen können schwerwiegend sein, und die Beschwerden bei einer Hornhautentzündung können von Reizungen bis hin zu einer schweren Entzündung der Hornhaut reichen. In der Praxis erfordern vor allem Gewohnheiten wie Schwimmen und Duschen mit Kontaktlinsen besondere Aufmerksamkeit, da die Linse dabei mit Wasser in Kontakt kommt. Die Aufgabe des Fachpersonals besteht darin, diese Punkte bei der Beratung zur Kontaktlinsenanpassung und der Nachsorge zu berücksichtigen.
Wie reinigt man Kontaktlinsen richtig, Schritt für Schritt?
Reinigen Sie Kontaktlinsen in vier Schritten. Waschen und trocknen Sie zunächst Ihre Hände. Legen Sie die Kontaktlinse anschließend in die Handfläche und geben Sie die vom Hersteller vorgeschriebene Flüssigkeit darauf. Reiben Sie die Linse vorsichtig gemäß der Anleitung in der Packungsbeilage und spülen Sie sie mit derselben Flüssigkeit ab. Legen Sie die Linse schließlich in einen sauberen Behälter mit frischer Flüssigkeit und lassen Sie sie dort für die gesamte Tragezeit liegen.
Die genauen Schritte unterscheiden sich je nach System: Bei einer All-in-One-Lösung werden Reinigung, Spülung und Aufbewahrung mit einem einzigen Produkt durchgeführt, bei einem separaten Reinigungsmittel folgt auf die Reinigung ein separater Spül- und Aufbewahrungsschritt, und bei einem Peroxid-System ist ein Neutralisierungsschritt im dazugehörigen Behälter erforderlich. Die grundlegenden Schritte der Reinigung sind immer: Hände waschen, reiben, spülen und aufbewahren. Wie Sie die Linse zur Reinigung herausnehmen, erfahren Sie unter „Linsen herausnehmen – Schritt für Schritt“.
Für die Praxis: Sehen Sie sich die Produktinformationen zu den Reinigungsmitteln und Lösungen im Sortiment an, damit Sie dem Kontaktlinsenträger das Produkt mitgeben können, das zu seiner Linse passt.
Was macht man, wenn die Kontaktlinsenflüssigkeit aufgebraucht ist?
Ist die Kontaktlinsenflüssigkeit aufgebraucht, sollten Sie die Kontaktlinsen nicht tragen. Verwenden Sie stattdessen eine Brille oder ein ungeöffnetes Paar Tageslinsen. Wasser, Salzwasser, Augentropfen oder andere Flüssigkeiten sind kein Ersatz für eine Aufbewahrungs- und Desinfektionslösung. Empfehlen Sie den Trägern, eine kleine Reiseflasche und ein Ersatzpaar dabei zu haben, damit diese Situation auf Reisen oder bei der Arbeit nicht eintritt.
Eine Praxis kann dem vorbeugen, indem sie bei der Ausgabe eine Reisepackung und ein Ersatzpaar mitgibt und den Träger auf die Haltbarkeitsfristen der Flüssigkeit hinweist. So hat der Träger immer eine sichere Alternative zur Hand. Sollten dennoch Beschwerden auftreten, gilt die übliche Vorgehensweise bei Beschwerden: Kontaktlinse herausnehmen und bei anhaltenden Beschwerden eine Untersuchung durch einen Fachmann vornehmen lassen.
Was tun, wenn eine Kontaktlinse doch mit Wasser in Berührung gekommen ist?
Ist eine Kontaktlinse mit Wasser in Berührung gekommen, darf sie nicht mehr getragen werden. Werfen Sie die Linse weg, wenn es sich um eine Tages- oder Monatslinse handelt, und wenden Sie sich bei einer maßgefertigten Linse, wie beispielsweise einer formstabilen Linse oder einer Sklerallinse, an Ihren Kontaktlinsenspezialisten. Treten Beschwerden wie Rötungen, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit oder verschwommenes Sehen auf, ist eine Untersuchung durch einen Optiker, Optometristen oder Augenarzt erforderlich.
Bei vier Symptomen ist eine Untersuchung noch am selben Tag erforderlich: anhaltende Rötung, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit sowie verschwommenes oder schwankendes Sehvermögen. Warten Sie damit nicht, denn eine Hornhautentzündung erfordert eine schnelle Behandlung. In der Praxis erfolgt die Überweisung über den Optiker oder die Klinik an den Optometristen oder Augenarzt. Erklären Sie dem Kontaktlinsenträger, bei welchen Beschwerden er Kontakt aufnehmen soll und an wen er sich dann wenden kann.
Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine persönliche Beratung. Wenden Sie sich bei Beschwerden oder Unklarheiten an Ihren Kontaktlinsenspezialisten, Optiker oder (Augen-)Arzt.
Häufig gestellte Fragen zu Kontaktlinsen und Wasser
Darf man mit Kontaktlinsen schwimmen?
Beim Schwimmen kommt die Kontaktlinse mit Wasser und den darin enthaltenen Stoffen und Mikroorganismen in Kontakt, egal ob es sich um ein Schwimmbad, einen See oder das Meer handelt. Deshalb ist das Schwimmen mit Kontaktlinsen eines der Themen, die in den Empfehlungen zur Kontaktlinsenpflege besonders berücksichtigt werden. Besprechen Sie mit dem Träger, welche Lösung beim Schwimmen geeignet ist, zum Beispiel eine gut abdichtende Schwimmbrille mit Sehstärke oder das Herausnehmen der Kontaktlinsen. Trägt jemand dennoch Tageslinsen beim Schwimmen, raten Sie ihm, diese anschließend zu entsorgen. Im Zweifelsfall gibt der Kontaktlinsenspezialist je nach Situation eine individuelle Empfehlung ab, abhängig vom Linsentyp, der Sehstärke und der Häufigkeit des Schwimmens. So vereinbaren Sie eine praktikable Regelung statt eines pauschalen Verbots.
Darf man mit Kontaktlinsen duschen?
Auch unter der Dusche kommt die Kontaktlinse mit Wasser und damit mit eventuell darin enthaltenen Mikroorganismen in Kontakt. Raten Sie Trägern, die Kontaktlinsen vor dem Duschen herauszunehmen oder die Augen geschlossen zu halten und das Gesicht vor dem Wasserstrahl zu schützen. Das Gleiche gilt für die Sauna oder das Dampfbad, wo Feuchtigkeit und Wärme zusammenkommen. Für viele Menschen lässt sich das Duschen ohne Kontaktlinsen gut in den Tagesablauf integrieren, beispielsweise indem sie die Linsen morgens erst nach dem Duschen einsetzen und abends vor dem Duschen herausnehmen. Besprechen Sie dies als festen Bestandteil der täglichen Routine, damit der Kontakt zwischen Kontaktlinsen und Wasser so weit wie möglich vermieden wird.
Ist Mineralwasser besser als Leitungswasser für Kontaktlinsen?
Nein, Flaschenwasser ist nicht steril und nicht für Kontaktlinsen geeignet. Es scheint zwar sauberer zu sein als Leitungswasser, aber es fehlt ihm ebenso die desinfizierende Wirkung wie die Salzkonzentration, die die Linse benötigt, um ihre Form zu behalten. Auch Mineralwasser oder Quellwasser kann Mikroorganismen enthalten und ist nicht für die Verwendung mit Kontaktlinsen vorgesehen. Verwenden Sie daher ausschließlich eine Kontaktlinsenflüssigkeit, die der Hersteller für den jeweiligen Linsentyp vorgesehen hat. Die Unterscheidung zwischen trinkbar und für Kontaktlinsen geeignet ist hier wichtig: Wasser kann durchaus trinkbar sein und gleichzeitig ungeeignet, um Kontaktlinsen zu reinigen oder aufzubewahren. Erklären Sie diesen Unterschied den Trägern, die nach Wasser in Flaschen fragen.
Darf man eine Kontaktlinse mit Kochsalzlösung abspülen?
Kochsalzlösung ist eine Salzlösung, die zwar spült, aber nicht desinfiziert. Man kann eine Linse damit abspülen, aber sie wird dadurch weder gereinigt noch ist sie sicher zu tragen, wenn zuvor kein Desinfektionsschritt erfolgt ist. Verwenden Sie Kochsalzlösung nur gemäß den Anweisungen des Herstellers, beispielsweise zum Spülen nach einem Peroxid-Desinfektionszyklus oder zum Befüllen einer Sklerallinse. Salzlösung ersetzt also keine Desinfektionsflüssigkeit und ist keine Alternative, wenn Ihre Aufbewahrungsflüssigkeit aufgebraucht ist. Lesen Sie auf der Verpackung nach, wofür die jeweilige Salzlösung vorgesehen ist, da es auch bei Salzlösungen Unterschiede gibt. Wenn Sie Zweifel hinsichtlich der richtigen Anwendung haben, besprechen Sie dies mit dem Anbieter oder dem Facharzt.
Was macht man mit einer Kontaktlinse, die auf den Boden gefallen ist?
Reinige und desinfiziere die Linse gemäß der Produktanleitung, bevor du sie wieder aufsetzt. Eine wiederverwendbare Linse, die auf eine saubere Oberfläche gefallen ist, kannst du in der Regel nach einem vollständigen Reinigungs- und Desinfektionszyklus wiederverwenden. Spülen Sie die Linse nicht mit Leitungswasser ab. Ist die Linse beschädigt, eingetrocknet oder mit Verschmutzungen behaftet, die sich durch Reinigen nicht entfernen lassen, muss sie entsorgt werden. Eine Tageslinse, die herunterfällt, werfen Sie immer weg und ersetzen Sie sie durch eine neue. Bei einer maßgefertigten Linse, wie beispielsweise einer formstabilen Linse oder einer Sklerallinse, sollte sich der Träger im Zweifelsfall an die Praxis wenden, anstatt selbst zu entscheiden, ob die Linse noch in Ordnung ist.
Warum ist der Linsenbehälter genauso wichtig wie die Pflegelösung?
In einem Behälter, der nicht ordnungsgemäß entleert und getrocknet wird, kann sich ein Biofilm bilden: eine Schicht aus Mikroorganismen, die sich an der Innenseite festsetzt. Diese Schicht kann die Linse erneut kontaminieren, auch wenn die Flüssigkeit selbst in Ordnung ist. Leeren Sie den Behälter daher nach jedem Gebrauch, spülen Sie ihn mit der dafür vorgesehenen Flüssigkeit aus und lassen Sie ihn kopfüber auf einem sauberen Papiertuch offen trocknen. Füllen Sie den Behälter niemals mit alter Flüssigkeit nach. Befolgen Sie die Austauschempfehlung des Herstellers und ersetzen Sie den Behälter bei Beschädigungen oder Ablagerungen vorzeitig. Behälter und Flüssigkeit bilden zusammen das System: Ist eines von beiden nicht sauber, ist die Aufbewahrung nicht zuverlässig.
Wie erklärt man das einem Kontaktlinsenträger, der seine Linsen schon seit Jahren mit Wasser reinigt und keine Beschwerden hat?
Weisen Sie darauf hin, dass das Ausbleiben von Beschwerden kein Beweis für die Sicherheit ist und dass das Risiko zwar gering, aber dennoch real ist. Viele Träger kommen jahrelang gut damit zurecht, bis es einmal schiefgeht, und gerade eine Hornhautentzündung durch Acanthamoeba ist schwer zu behandeln. Diskutieren Sie nicht über die Wahrscheinlichkeit, sondern erkennen Sie die Erfahrung an und erklären Sie den Mechanismus: Wasser desinfiziert nicht und kann Mikroorganismen enthalten. Bieten Sie dabei eine konkrete Alternative an, wie zum Beispiel eine Reiseverpackung und ein Ersatzpaar, anstatt nur ein Verbot auszusprechen. So erleichtern Sie es, die Gewohnheit zu ändern. Eine praktische Alternative wirkt oft besser als eine bloße Warnung.
Dürfen Augentropfen zum Befeuchten einer Kontaktlinse verwendet werden?
Nur wenn der Hersteller das Produkt dafür vorgesehen und für die Verwendung mit Kontaktlinsen als geeignet erklärt hat. Nicht jede Augentropfen ist für die Verwendung zusammen mit Kontaktlinsen gedacht; manche Tropfen können Konservierungsstoffe enthalten, die sich im Linsenmaterial ansammeln, und andere sind wiederum nur für die Anwendung ohne Kontaktlinsen vorgesehen. Lesen Sie daher die Produktinformationen und verwenden Sie keine Tropfen, bei denen nicht sicher ist, dass sie für Kontaktlinsenträger geeignet sind. Zur Befeuchtung während des Tragens gibt es spezielle Tropfen für Kontaktlinsenträger. Welcher Tropfen zu einer bestimmten Linse und welchen Beschwerden passt, bestimmt der Facharzt. Empfehlen Sie dem Träger daher nicht einfach beliebige Augentropfen, sondern ein Produkt, das nachweislich geeignet ist.
Was ist ein Biofilm?
Ein Biofilm ist eine dünne Schicht aus Mikroorganismen, die sich an einer Oberfläche festsetzt, beispielsweise an der Innenseite eines Kontaktlinsenbehälters. Die Mikroorganismen bilden eine Schutzschicht, wodurch sie sich durch bloßes Abspülen nur schwer entfernen lassen. Daher gehört zur Routine nicht nur das Ausspülen, sondern auch das Leeren und Trocknenlassen des Behälters sowie dessen regelmäßiger Austausch. Ein Biofilm ist der Grund dafür, dass ein auf den ersten Blick sauberer Behälter dennoch eine Infektionsquelle darstellen kann. Für den Träger lässt sich dies in eine einfache Regel zusammenfassen: Halter leeren, mit der vorgesehenen Flüssigkeit ausspülen, offen trocknen lassen und rechtzeitig austauschen. So hat ein Biofilm keine Chance, sich zu bilden.
Wo findet ein Kontaktlinsenträger zuverlässige Informationen zu Beschwerden im Zusammenhang mit Kontaktlinsen?
Auf thuisarts.nl finden sich allgemeine, zuverlässige Informationen zu Beschwerden im Zusammenhang mit Kontaktlinsen, und auf oogartsen.nl werden Komplikationen beschrieben. Diese Quellen vermitteln einen guten allgemeinen Überblick darüber, was Beschwerden bedeuten können und wann Maßnahmen erforderlich sind. Sie ersetzen jedoch keine persönliche Beurteilung: Für die individuelle Situation sollten Sie einen Kontaktlinsenträger immer an den Kontaktlinsenspezialisten, Optiker oder Augenarzt verweisen. Raten Sie dem Kontaktlinsenträger, im Zweifelsfall lieber einmal zu oft als zu selten vorstellig zu werden, insbesondere bei Schmerzen oder Sehstörungen. So verbinden Sie fundierte allgemeine Informationen mit der persönlichen Betreuung, die nur ein Fachmann bieten kann.