Die Hornhaut, lateinisch „Cornea“, ist das transparente Gewebe, das die Vorderseite des Auges bedeckt. Sie liegt vor der Iris und der Pupille und hat eine leicht gewölbte Form, ein bisschen wie ein Uhrglas. Durch diese Kuppelform und den Übergang von Luft zum dichteren Hornhautgewebe wird das in Ihr Auge eintretende Licht bereits stark gebrochen, noch bevor es die Augenlinse erreicht. Etwa zwei Drittel der gesamten Lichtbrechung im Auge finden in der Hornhaut statt.
Die Hornhaut enthält keine Blutgefäße, da diese das Sehvermögen beeinträchtigen würden. Stattdessen wird sie außen durch die Tränenflüssigkeit und innen durch das Kammerwasser versorgt. Sauerstoff bezieht die Hornhaut größtenteils aus der Luft über die Tränenflüssigkeit, wobei ein kleiner Teil auch über die Blutgefäße in der umgebenden Bindehaut zugeführt werden kann. Die Hornhaut besteht aus fünf Schichten, von außen nach innen: dem Epithel, der Bowman-Schicht, dem Stroma, der Descemet-Schicht und dem Endothel. Jede Schicht hat ihre eigene Funktion, vom Schutz bis zur Regulierung des Feuchtigkeitshaushalts.
Da die Hornhaut klar bleiben muss und keine Blutgefäße besitzt, ist sie anfällig für Austrocknung, Kratzer und Infektionen. Sie enthält jedoch viele Nervenenden, wodurch sie sehr empfindlich ist. Das ist der Grund, warum eine Wimper oder ein Staubkörnchen im Auge sofort Schmerzen verursacht und Tränen hervorruft: Das Auge versucht auf diese Weise, die Hornhaut zu schützen und zu spülen.